Ortsgeschichte

Während Jahren legt der VVH Sammlungen (Postkarten, Objekte etc.) an und bildet so den Grundstock für das Dorfarchiv, das 1991 seine Tätigkeit aufnimmt. Einen Bestandteil bilden Abzüge von Glasnegativen des Fotografen Fritz Bopp (1888-1977), die Arnold Lutz, neben unzähligen eigenen Aufnahmen, für den VVH anfertigt. Die Glasplatten entdeckt er bei den hinterbliebenen Schwestern Bopps und übergibt, zusammen mit Edi Lanners, die für Herrliberg wichtigen Zeitzeugnisse der Gemeinde.

2013 verfassen Antonia Baumann, Marie-Louise Hess und Lotti Lamprecht den Führer durch Herrliberg: „Herrliberg für Neugierige“ (2. Auflage 2017, erhältlich bei der Gemeindekanzlei). Das Buch im Taschenformat führt zu 99 Hotspots in Herrliberg und vermittelt viel Wissenswertes in kompakter Form, ergänzt durch Bilder aus verschiedenen Zeitepochen. Die Publikation ist zum 100-jährigen Bestehen des VVH (1910-2010) entstanden. Die Gemeinde Herrliberg hat dem VVH mit dem Druck dieses Büchleins ein Geschenk überreicht, das der VVH mit Dank an die Herrliberger Bevölkerung weitergibt.

„Herrliberg für Neugierige“ dient als Basis zum Folgeprojekt: Ein Parcours durch Herrliberg, ausgeschildert mit Tafeln. Seit 2018 stehen an 60 öffentlichen Orten sowie an gemeindeeigenen Liegenschaften Tafeln mit Kurztexten, bezugnehmend auf die Publikation. Die Rundgang-Tafeln sind mit einem QR-Code versehen, der zum ausführlichen Text und Bildmaterial führt, zu finden auf der VVH-Website sowie auf der Website der Gemeinde Herrliberg als virtuellen Gemeinderundgang. 2019 folgen die Tafeln an ausgewählten privaten Liegenschaften.

Die Gruppe Archiv erstellt immer wieder Texte mit ortsgeschichtlichem Inhalt, u.a. für die Vitrinen-Ausstellungen (1998-2007), für das 2003 von der Gemeinde herausgegebene Büchlein „Herrliberg auf alten Ansichtskarten 1899 bis 1960“, für den Bereich Ortsgeschichte auf der Gemeindewebseite und regelmässig für die Zürichsee-Zeitung.

Zwischen 2002 und 2004 führt die Gruppe Archiv unter dem Titel „Oral History“ Interviews mit rund 30 älteren Dorfbewohnern durch. Diese erlebte Geschichte wird gekrönt durch eine Videoaufzeichnung, die Gespräche mit 12 Herrlibergerinnen und Herrliberger live dokumentiert.

Seit 1977 erscheint der „Herrliberger Kalender“, ein Jahrheft mit Beiträgen zur Ortsgeschichte und zum fazettenreichen Leben innerhalb der Gemeinde. Und dem Kalenderteam gehen keineswegs Themen aus …

Mehrere VVH-Mitglieder sind in der Chronikkommission vertreten, welche, zusammen mit dem damaligen Gemeinderat Pierre Weber, die Arbeiten der Verfasser der „Geschichte der Gemeinde Herrliberg“ (1980) begleiteten. Die Redaktion sowie Bildtexte und Wortverzeichnis erfolgen durch Antonia Baumann.

Der zweite Band, „Bilder der Gemeinde Herrliberg“, wird 1981 von den drei VVH-Mitgliedern Robert Wegmann, Edi Lanners und Antonia Baumann erstellt. Beide Bände sind in der Gemeindekanzlei erhältlich.

Initiant der Herrliberger Ortsgeschichte ist Rudolf Egli, Primarlehrer, Hobby-Ornithologe und VVH-Präsident von 1924 – 1956. Robert Wegmann und Edi Lanners haben mit Gegenständen und mit Sammel- und Schreibtätigkeit wesentlich zu deren Erweiterung beigetragen. begleiteten.